Sarntal Stoanerne Mandln Winter

Skitour und Schneeschuhwanderung zu den Stoanernen Mandln bei Sarnthein im Sarntal

Von den Stoanernen Mandln im Sarntal geht auch im Winter eine geheimnisvolle Wirkung aus. Wenn die Hohe Reisch und die unzähligen auf ihr thronenden Steinmännchen in glitzerndes Weiß getaucht sind, führt eine gleichermaßen schöne wie einfache Skitour und Schneeschuhwanderung auf diese aussichtsreiche Bergkuppe.

 

Wegbeschreibung Stoanerne Mandln Winter

Die Winterwanderung zu den Stoanernen Mandln beginnt auf dem weitläufigen Parkplatz neben der Sarner Skihütte, die man über eine recht steile Bergstraße von Sarnthein anfährt.

Der Wegnummer 2 in Richtung Stoanerne Mandln folgend, taucht der gebahnte, sanft ansteigende Wanderweg sogleich in den winterlich verschneiten Nadelwald ein. Nach etwa einer halben Stunde sanften Anstiegs erreicht man die rustikale Auener Alm. Während sie im Sommer zur genüsslichen Einkehr lädt, liegt sie im Winter im tiefen Winterschlaf.

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Hinter der Almschenke steigt der Weg über die freien, von einzelnen Bäumen bestandenen Almhänge zur Weggabelung auf dem Auener Joch an. Nunmehr der Wegnummer 23 folgend, führt der ausgetretene Pfad über den breiten Bergrücken zum nahen Wetterkreuz und den unzähligen neben ihm aufgetürmten „Stoanernen Mandln“ auf der Hohen Reisch.

Die zahlreichen, in unterschiedlichen Größen aufgeschichteten Steinsäulen aus rötlichem Sandstein scheint tatsächlich eine geheimnisvolle Aura zu umweben, die dadurch verstärkt wird, dass niemand um ihre eigentliche Entstehung weiß. Gepaart mit dem atemberaubend schönen Ausblick auf die umliegende Bergwelt mit dem Großen und Kleinen Ifinger, dem Villanderer Berg, dem Rittner Horn oder den bleichen Dolomiten machen sie die Wanderung zu einem unvergesslichen Gipfelerlebnis.

Zuletzt folgt für die Skitourengeher der schwungvollste Teil der Wanderung: die Abfahrt über die schneebedeckten Hänge. Die Schneeschuhwanderer indes können den Rückweg auf dem bereits bekannten Weg antreten oder ebenfalls über die freien, mitunter tiefverschneiten Hänge absteigen.

 

Angegebene Anstiegszeit Stoanerne Mandln

Sarner Skihütte – Stoanerne Mandln: 1:20 h

 

Wissenswertes über die Stoanernen Mandln

Die Entstehung der Stoanernen Mandln liegt nach wie vor im Dunkeln: Während die einen die Hohe Reisch für eine (möglicherweise gar urgeschichtliche) Kultstätte halten, munkeln andere von einem vermeintlichen Treffpunkt schalkhafter Wetterhexen. Wiederum andere glauben, dass frühere Hirten die geheimnisumwitterten Steinsäulen aufgeschichtet haben, um sich die Zeit zu vertreiben.

Erstmals erwähnt wurden die Stoanernen Mandln jedenfalls in der Mitte des 16. Jahrhunderts, als der Sarnerin Barbara Pachler wegen vermeintlicher teuflischer Umtriebe der Prozess gemacht wurde. Sie stand im Verdacht, sich hier oben mit Hexen und dem Teufel verabredet zu haben, um sich zwischen den Stoanernen Mandln teuflischen Tänzen hinzugeben und den Hexensabbat zu feiern. Letztlich wurde die Sarnerin zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

Infos Sarntal Stoanerne Mandln Winter

  • Dauer:02:15 h
  • Länge:6.2 km
  • Höhenmeter:400 m
  • Min. Höhe:1610 m
  • Max. Höhe:2000 m

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