Von St. Lorenzen zum Mühlbachmoos und Brunnermoos bei Stefansdorf

Leichte Wanderung bei Bruneck von St. Lorenzen

Das Brunnermoos in voller Frühlingsblüte
Das Brunnermoos in voller Frühlingsblüte

Von St. Lorenzen bei Bruneck führt eine schöne Wanderung nach Stefansdorf. Unterwegs durchstreift man gleich zwei Biotope: das Feuchtbiotop Mühlbachmoos und das Feuchtbiotop Brunnermoos.

Die Sonnenburg aus der Ferne
Die Sonnenburg aus der Ferne

Wegbeschreibung St. Lorenzen Stefansdorf

Die Wanderung nach Stefansdorf nimmt am großen Parkplatz im Zentrum St. Lorenzens ihren Anfang.

Der Wegnummer 1 in Richtung St. Martin folgend, spaziert man zunächst ein kurzes Stück auf dem asphaltierten Radweg. Nach der Unterquerung der Geleise geht dieser alsbald in einen sanften Waldweg über, auf dem sich ab und an Ausblicke auf die geschichtsträchtige Sonnenburg und das nunmehr tiefer liegende St. Lorenzen auftun.

Nach etwa einer Viertelstunde sanften Wanderns lichtet sich der Wald, hinter dem sich der Weg nunmehr nahezu eben durch sanfte, von einzelnen Bäumen bestandene Wiesen schlängelt.

An der nächsten Weggabelung verlässt man den Weg Nr. 1 und setzt die Wanderung auf dem Weg Nr. 9 in Richtung Bruneck fort. Er führt in das lauschige Feuchtbiotop Mühlbachmoos, das seit 1982 unter Naturschutz steht. Auf engstem Raum gedeihen hier teils gefährdete Pflanzen wie Wollgräser, Schilfröhricht, Kresse, Sumpfdotterblumen, Geisbart oder Sumpforchideen und verschiedene Sträucher wie Weiden, Erlen, Traubenholunder, Berberitzen oder Espen, in denen Vögel Nahrung und Brutplätze finden.

Hinter dem Biotop quert der Wanderweg eine weite Wiese, in der im Frühling der gelbe Löwenzahn gedeiht. Wenig später mündet der Weg in die asphaltierte Straße Nr. 4, auf der man nach etwa zehn Minuten nach Stefansdorf gelangt. Unterwegs kommt man an wertvollen Erlenbeständen vorbei.

In Stefansdorf zweigt rechts der Weg Nr. 15 in Richtung Moos ab, der zunächst durch das friedvolle Feuchtbiotop Brunnermoos führt. Wie das Mühlbachmoos beherbergt es eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen- und Tierarten. Zu Letzteren zählen übrigens diverse Insekten, Vögel, Lurchen und Nattern. Außerdem ist es wie alle Feuchtbiotope ein wertvoller Wasserspeicher.

Schließlich erreicht man den kleinen Weiler Moos zu Füßen der mächtigen Michelsburg. Im Jahre 1091 auf einem Felsvorsprung errichtet, zählte sie dereinst zu den wichtigsten Festungen des Pustertals. Ab dem 15. Jahrhundert war sie überdies Sitz des gleichnamigen Landgerichts.

Nunmehr dem Weg Nr. 8A folgend, gelangt man nach etwa einer Viertelstunde nach St. Lorenzen zurück.

Auf dem Weg Nr. 9 in Richtung Mühlbachmoos
Auf dem Weg Nr. 9 in Richtung Mühlbachmoos

Wissenswertes über Moos bei St. Lorenzen

In Moos erblickte um das Jahr 1500 Jakob Hutter (auch Huter) das Licht der Welt, der später das Tiroler Täufertum begründen sollte: die nach ihm benannte täuferische Glaubensgemeinschaft der Hutterer.

Noch heute hängen rund 45.000 Gläubige den Lehren Jakob Hutters an. Da sie in der Vergangenheit häufig verfolgt wurden, leben sie nahezu ausschließlich in den USA und in Kanada. Die Hutterer sprechen übrigens nach wie vor das Hutterische, ein dialektal gefärbtes Deutsch.

Infos Von St. Lorenzen zum Mühlbachmoos und Brunnermoos bei Stefansdorf

  • Dauer:02:00 h
  • Länge:8.2 km
  • Höhenmeter:150 m
  • Min. Höhe:808 m
  • Max. Höhe:950 m

Höhenprofil

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